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Es groovt und swingt die Kaiserpfalz
Konzert Die junge Forchheimer Big Band "Swingaraiders" spielte zum Frühschoppen einen Querschnitt durch Jazz Classics und Latin. Gershwins "Summertime" war der Hit des Tages.
Forchheim - Vergangenes Jahr haben die "Swingaraiders" eigens Herrn Kachelmann wegen des Wetters angerufen. Heuer war ihnen für ihren Auftritt beim Frühschoppen im Pfalzinnenhof Sonnenschein schon seit Tagen garantiert. Mit einem Nachteil: Die Musiker wurden kräftig beschienen – bis zum Schwitzen. Mit Sonnenbrille ließen sich zwar die Noten besser lesen, aber es fordert schon einiges an Spieltechnik und Erfahrung, über zwei Stunden Programm durchzuhalten. Klugerweise spielten sie das "heißeste Stück des Tages"(Libera) , den Mambo Caliente, schon in der ersten Hälfte des Programms. Allerdings, um eine Stunde später mit dem "Hayburner" von Count Basie noch einige Hitzegrade draufzusetzen. Mit einem "Wir können nicht mehr" musste Bandleader Christian Libera denn auch den Wunsch nach einer weiteren Zugabe abwehren.
Aber bis dorthin unterhielt das junge Ensemble das im Vergleich deutlich ältere Publikum bestens mit einem Zeitensprung vom Glenn-Miller-Sound bis zu einer Adaption des Santana-Hits "Oye Como Va". Verstärkt wurde die Band nicht nur bei der Ballade "Don't Know Why" von Sängerin Barbara Kraft, die durchaus in die Fußspuren von Norah Jones und Ella Fitzgerald trat.
Ziehen gerade im Metal-Bereich teilweise schon recht in die Jahre gekommene Bands ein ganz junges Publikum an, erlebt man bei den "Swingaraiders" das Gegenteil: Kaum eines der Mitglieder hat die 30 schon überschritten und dennoch haben sie sich seit annähernd zehn Jahren einer Musik verschrieben, die gut doppelt so alt ist. Der Drive der "Swingära" und der Sound der großen Big Bands hat sie schon in ihrer Schulzeit gefangen genommen.
Pauline Lindner | Fränkischer Tag |
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